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Signal Lost,
Aufmerksamkeit gewonnen

Datalicious-Podcast S6E3

Was wirklich verloren geht - und wie Nutzer die Antwort geben

In der aktuellen Folge von Datalicious widmen sich Carsten Sander und seine Gäste Christian Zimmer (Geschäftsführer bei Welect GmbH) und Olaf Peters-Kim (Gründer der Welect GmbH) der Frage, warum die wertvollsten Werbesignale nicht errechnet, sondern freiwillig vom Nutzer gegeben werden. Im Mittelpunkt steht das Konzept des Realtime Intent – ein Modell, bei dem Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden, welche Werbung sie sehen – sowie die weitreichenden Auswirkungen von Signal Loss, der weit über das Cookieless-Thema hinausgeht. Darüber hinaus diskutieren die drei, wie nutzerzentrierte Ansätze das Open Web stärken können und werfen einen optimistischen Blick auf die Werbebranche im Jahr 2030.

In dieser Folge wird diskutiert:

  • User-indizierte Werbung und Realtime Intent: Wie funktioniert ein Werbemodell, bei dem Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden, welche Werbung sie sehen – und warum ist dieser freiwillige Datenpunkt wertvoller als algorithmisch ermittelte Zielgruppensignale?
  • Signal Loss ist mehr als Cookieless: Warum umfasst der Signalverlust im digitalen Werbeökosystem weit mehr als das Ende der Third-Party-Cookies – und welche Rolle spielen Adblocker, Privacy-Modi, Tracking-Blocker und IDFA-Opt-outs dabei?
  • Werbewirkung durch Selbstbestimmung: Wie beeinflussen die Prinzipien Recency und Receptivity die Aufmerksamkeit und Kaufbereitschaft, wenn Nutzerinnen und Nutzer aktiv eine Werbung auswählen statt sie aufgedrängt zu bekommen?
  • Open Web, Walled Gardens und der Blick auf 2030: Wie lässt sich das Open Web gegenüber den großen Tech-Plattformen stärken – und welche Rolle spielen Identifier-Lösungen, KI und nutzerzentrierte Ansätze für die Zukunft der digitalen Werbung?

Takeaways aus der Podcast-Folge

  1. Der Nutzer ist das stärkste Werbesignal: Der sogenannte Realtime Intent – die aktive, freiwillige Auswahl einer Werbung durch den Nutzer – vereint Recency, Receptivity und ein natürliches Frequency Capping. Kein Algorithmus kann die situative Intention eines Menschen so präzise abbilden wie dessen eigene Entscheidung.
  2. Signal Loss betrifft rund 50 Prozent des Traffics: Nur etwa 20 Prozent des Signalverlusts gehen auf den Wegfall von Third-Party-Cookies zurück. Adblocker, Privacy-Modi, Tracking-Blocker und IDFA-Opt-outs sorgen gemeinsam dafür, dass in Deutschland bereits die Hälfte des Traffics nicht mehr adressierbar ist – in der Schweiz sogar bis zu 70 Prozent.
  3. Nicht adressierbarer Traffic ist nicht wertlos: User-indizierte Werbemodelle erschließen inkrementelle Reichweite in Zielgruppen, die über klassisches Targeting nicht erreichbar sind – mit nachweisbar höherer Werbewirkung: Kaufbereitschaft +17 %, Liking +36 %, Botschaftsverständnis +35 %.
  4. Der Mensch bleibt die entscheidende Konstante: Technologien kommen und gehen, doch die Nutzerin und der Nutzer entscheiden, welche sich durchsetzen. Die Branche sollte weniger dem Groupthink folgen und stattdessen mutiger auf nutzerzentrierte Innovation setzen – mit KI als Unterstützung, nicht als Ersatz für menschliches Verhalten.

 

Chapters

00:00 – Einführung und Begrüßung

04:47 – Vorstellung der Gäste und ihre gemeinsame Geschichte

10:15 Was ist Welect? Name, Produkt und Geschäftsmodell

15:37 Signal Loss: Weit mehr als nur Cookieless

18:58 – Der Mensch als Ausgangspunkt der Werbestrategie

21:03 – Funktionsweise des Ad Choosers und die Rolle von KI

28:58 – Werbewirkung durch Selbstbestimmung: Die Zahlen dahinter

30:41 – Marktüberblick: Identifier, Clean Rooms, KI und das Open Web

36:24 Freiwilligkeit im Werbekontakt: Wie funktioniert die Auswahl in der Praxis?

38:31 Gründung in Deutschland und Internationalisierung

44:52 Die Datalicious Zeitmaschine: Ein Blick ins Jahr 2030

54:34 Fazit und Verabschiedung