In dieser Folge von Datalicious spricht Host Carsten Sander mit Dirk Kraus, Gründer und CEO der YOC AG, über das Open Web als strategischen Wirkungsraum und die wachsende Bereitschaft von CMOs und Agenturen, Budgets aus den Walled Gardens zurück ins offene Internet zu verlagern. Gestützt auf eine Meta-Analyse von 30 Brand-Lift-Kampagnen zeigt die Episode, warum High Impact Formate bei Markenerinnerung, Akzeptanz und Kaufbereitschaft deutlich besser abschneiden als Standardwerbemittel. Darüber hinaus gibt Dirk Kraus Einblicke in YOCs Multiscreen-Strategie mit CTV, die Rolle von Attention als neuer Leitwährung und die Potenziale von Agentic AI für den programmatischen Medienhandel der Zukunft.
In dieser Folge wird diskutiert:
- Open Web vs. Walled Gardens: Warum fließen trotz der erheblichen Zeit, die Nutzer im Open Web verbringen, bis zu 85 Prozent der digitalen Werbebudgets in geschlossene Plattformen und welche Signale aus dem Markt deuten auf eine bevorstehende Trendwende hin?
- Wirksamkeit von High Impact Formaten: Was zeigt die Meta-Analyse aus 30 Brand-Lift-Kampagnen über die Überlegenheit nicht-standardisierter Werbeformate bei Markenerinnerung, Nutzerakzeptanz und Kaufbereitschaft gegenüber klassischen Werbemitteln?
- Vom Vermarkter zur Technologieplattform: Wie hat sich die YOC AG durch die Entwicklung einer eigenen SSP (VIS.X) grundlegend transformiert und warum war dieser Schritt entscheidend für das Unternehmen?
- Multiscreen, CTV und Attention als neue Leitwährung: Wie verbindet YOC mit dem Spotlight-Format und der Universal Video Solution die Kanäle Mobile, Desktop und Connected TV und welche Rolle spielt Attention als zentrale Metrik der Zukunft?
Takeaways aus der Podcast-Folge
- Das Open Web gewinnt strategische Relevanz zurück: CMOs und Mediaagenturen erkennen zunehmend, dass Walled Gardens bei Transparenz, Performance und authentischen Umfeldern nicht immer die bessere Wahl sind. Eine differenziertere Budgetverteilung – weg von der 80/20-Schieflage – zeichnet sich ab und könnte dem Open Web signifikante Mittel zurückbringen.
- High Impact Formate liefern messbar bessere Branding-KPIs: Die Meta-Analyse von Reppublika belegt über 30 Kampagnen hinweg einen durchschnittlichen Brand-Uplift von 36 Prozent, eine Akzeptanzrate von knapp 70 Prozent und eine signifikant höhere Kaufbereitschaft.
- Eigene Technologie ist der Schlüssel zur Differenzierung: YOCs Entscheidung, trotz knapper Ressourcen eine eigene SSP zu entwickeln, hat das Unternehmen vom klassischen Vermarkter zum profitablen Technologieanbieter transformiert. Ohne diese Plattform wären High Impact Formate im programmatischen Handel nicht skalierbar gewesen.
- Multiscreen-Optimierung durch KI steigert die Wirkung um bis zu 25 Prozent: Die YOC Universal Video Solution kombiniert Mobile, Desktop und CTV und lässt eine KI-basierte Logik über Format und Kanal entscheiden. Das Ergebnis: Die Video-Through-Rate steigt um 20–25 Prozent gegenüber manueller Planung – Attention wird dabei zur entscheidenden Ergänzungsmetrik neben reiner Reichweite.
Chapters
00:01 – Einführung: Die Schieflage zwischen Open Web und Walled Gardens
02:38 – Vorstellung: Dirk Kraus und 25 Jahre YOC AG
04:37 – Warum 2026 das Wendejahr für das Open Web sein könnte
10:10 – Standards, Transparenz und Messbarkeit im digitalen Werbemarkt
15:55 – Die Transformation der YOC AG: Vom Mobile-Vermarkter zur Technologieplattform
24:56 – Die Meta-Studie: 30 Brand-Lift-Studien und ihre Ergebnisse
33:08 – High Impact Formate im Detail: Skin, Prime Scroller und Mystery Ad
35:35 – Attention als Schlüsselmetrik der Zukunft
41:42 – CTV und YOC Spotlight: Multiscreen-Werbung neu gedacht
47:05 – VIS.X Identity Intelligence und Cross-Device-Targeting
49:21 – Rückblick: Die legendäre “Cash or Crash”-Kampagne
01:00:56 – Agentic AI und die Zukunft des programmatischen Medienhandels
01:04:13 – Zeitmaschine 2031: Ausblick und Zukunftsvisionen