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Der Kampf um Sichtbarkeit in der
Post-Search-Ära

Datalicious-Podcast S6F6

Von der Such- zur Antwortmaschine – wie Marken in LLMs sichtbar werden und wer am Ende den Traffic bezahlt

In dieser Folge von Datalicious spricht Carsten Sander mit Dr. Anja Konhäuser, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Ommax, über den fundamentalen Wandel von der klassischen Suchmaschine zur KI-gestützten Antwortmaschine und was das für die Sichtbarkeit von Marken bedeutet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen durch Generative Engine Optimization (GEO), kontextbezogenen Content und technische Zugänglichkeit in den Antworten von ChatGPT, Gemini und Co. relevant bleiben können. Darüber hinaus beleuchten beide die unbequeme Kehrseite: die schwindende Vielfalt im Content-Ökosystem und die dringende Notwendigkeit fairer Monetarisierungsmodelle für Publisher, deren Inhalte das Fundament der KI-Antworten bilden.

 

In dieser Folge wird diskutiert:

  • Von Search zu Answer Engines: Wie verändert der Shift von klassischen Suchmaschinen hin zu KI-gestützten Antwortmaschinen das Nutzerverhalten, und warum fallen erstmals seit 2015 die klassischen Suchanfragen unter neunzig Prozent?
  • GEO als Evolution von SEO: Was unterscheidet Generative Engine Optimization von klassischer Suchmaschinenoptimierung, und warum müssen Marken ihren Content um den Faktor Kontext erweitern, um in KI-Antworten sichtbar zu bleiben?
  • Sichtbarkeit, Citations und Sentiment als neue KPIs: Welche Kennzahlen entscheiden darüber, ob eine Marke in KI-Antworten vorkommt, und warum sind sogenannte „Money Prompts“ der Schlüssel zur Monetarisierung?
  • Fairness und Zukunft des Publishings: Wer profitiert davon, dass rund 85 Prozent der von LLMs zitierten Inhalte von Dritten stammen, und welche neuen Monetarisierungsmodelle braucht es, um Content-Produzenten fair zu vergüten?

Takeaways aus der Podcast-Folge

  1. Kontext schlägt Keyword: Marken, die ihre Inhalte nicht nur auf Produkte, sondern auf spezifische Nutzungskontexte ausrichten – etwa Sonnencreme für Sportler, Babys oder Akneleidende – haben eine deutlich höhere Chance, in KI-Antworten als relevante Empfehlung aufzutauchen.
  2. Technische Auslesbarkeit wird unterschätzt: Viele Unternehmen scheitern nicht am Content, sondern daran, dass KI-Bots ihre Inhalte technisch gar nicht crawlen können. Die Prüfung und Herstellung der sogenannten Crawlability ist eine der wichtigsten und zugleich am häufigsten vernachlässigten Grundlagen für GEO-Sichtbarkeit.
  3. Sichtbarkeit ist mehr als Klicks: In einer Welt, in der 68 Prozent der Google-Anfragen zu keinem Klick mehr führen, wird die bloße Nennung in einer KI-Antwort zum eigenständigen Wert. Marken müssen ihre Customer Journey neu denken und Visibility als KPI gleichwertig neben Traffic stellen.
  4. Publisher brauchen neue Geschäftsmodelle: Da KI-Modelle maßgeblich auf redaktionelle Inhalte Dritter angewiesen sind, müssen faire Vergütungsmodelle entwickelt werden – von Bezahlschranken für Crawler bis hin zu „Abos für Agenten“ –, um die inhaltliche Vielfalt und Qualität langfristig zu sichern.

 

Chapters

00:00 – Einführung: Der Paradigmenwechsel von der Such- zur Antwortmaschine

03:00 – Wie Unternehmen auf den KI-Shift reagieren und Orientierung suchen

06:30 – Google, Gemini und die Dynamik der KI-Suchlandschaft

11:30 – GEO vs. SEO: Evolution statt Revolution

13:00 – Kontextbasierte Markenpositionierung am Beispiel Sonnencreme

19:00 – Messung und Monitoring von KI-Sichtbarkeit

21:30 – KPIs in der KI-Welt: Visibility, Links, Sentiment und Money Prompts

27:00 – Ommax im Überblick: Ganzheitliche digitale Transformation

30:00 – Dr. Anja Konhäusers Werdegang und die Gründungsgeschichte von Ommax

34:00 – Fairness und Monetarisierung: Wem gehört der Content im KI-Zeitalter?

44:00 – Technische Auslesbarkeit und Websites für Agenten

48:00 – Neue Geschäftsmodelle: Paywalls für Crawler und Abos für Agenten

56:00 – Zeitmaschine 2030: Europas KI-Abhängigkeit und die Zukunft von Ommax