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Carpe Diem

Datalicious-Podcast S6F8

Wenn Werbung nicht mehr verfolgt, sondern den Moment optimiert

In der aktuellen Folge von Datalicious erklärt Lars Hilsebein, Geschäftsführer von Cynapsis Media, seinen revolutionären Ansatz des situativen Targetings: statt Nutzerprofile zu tracken, optimiert seine Plattform Programmatiq Werbekampagnen basierend auf realen Situationen wie Wetter, Events oder Verkehr. Carsten Sander und Hilsebein diskutieren, wie dieser Ansatz nicht nur datenschutzkonform und ROAS-effizient ist (durchschnittlich +12 % gegenüber klassischem Targeting), sondern auch Zugang zu Nutzern schafft, die ihren Consent verweigern. Die Folge beleuchtet die technische Umsetzung, Anwendungsfälle in DOOH und anderen Kanälen, und wagt einen Ausblick auf 2029, wenn situatives Targeting zum Standard der Mediaplanung werden könnte.

 

In dieser Folge wird diskutiert:

  • Situatives Targeting als Alternative zu Behavioral Advertising: Wie unterscheidet sich ein Ansatz, der Momente optimiert, von klassischem Targeting, das Personenprofile analysiert – und warum funktioniert Relevanz ohne Personendaten?
  • Technische Umsetzung und praktische Anwendung: Wie entstehen situative Targeting-Segmente durch die Kombination von Echtzeitsignalen wie Wetter, Pollenflug, Verkehr und Events, und wie werden diese geografisch-dynamisch in Kampagnen gesteuert?
  • Datenschutz und regulatorische Vorteile: Warum beschreibt situatives Targeting Räume und Situationen statt Personen – und wie schafft dies einen grundlegend anderen datenschutzrechtlichen Rahmen als traditionelles Tracking?
  • Marktpotenzial und internationale Expansion: Welche Rolle spielt situatives Targeting in einer Post-Cookie-Welt, welche Produktkategorien profitieren am meisten, und wie skaliert die Lösung Programmatiq international?

Takeaways aus der Podcast-Folge

  1. Momente statt Personen: Situatives Targeting optimiert relevante Kaufmomente basierend auf realen Signalen – etwa Temperaturanstieg für Eis oder Pollenflug für Allergiemedikamente – statt historische Nutzerprofile zu analysieren. Diese Fokussierung ermöglicht es, auch Nutzer zu erreichen, die keinen Consent geben.
  2. Messbare Performance-Steigerung: Tests mit echten Kundendaten zeigen eine durchschnittliche ROAS-Verbesserung von 12 Prozent gegenüber klassischen Online Behavioural Advertising-Kampagnen.
  3. Datenschutzkonforme Innovation: Situatives Targeting funktioniert ohne individuelle Personenprofile; es nutzt stattdessen öffentliche Daten wie Wetter, Events oder Verkehr. Dies reduziert nicht nur datenschutzrechtliche Risiken, sondern auch die Skepsis von Nutzern gegenüber Tracking-basierten Werbekampagnen.
  4. Komplexität muss verschwinden: Damit situatives Targeting zur Norm wird, müssen situative Signale genauso einfach buchbar werden wie klassische Zielgruppen. Die automatisierte Plattform Programmatiq zeigt, wie technische Komplexität hinter einfachen Schnittstellen verschwindet.

 

Chapters

00:00 – Intro: Nutze den Moment

04:02 – Gast Lars Hilsebein stellt sich vor

05:14 – Der Heureka-Moment

08:13 – Definition: Situatives vs. Behavioral Targeting

09:50 – Wie entstehen situative Targeting-Segmente?

14:21 – Abverkaufsdaten mit situativen Signalen kombinieren

17:58 – Kampagnen-Erfolge und Erfahrungszahlen

20:42 – OBA und situatives Targeting: Ergänzung statt Konkurrenz

23:09 – Die Cookie-Debatte und ihre Chancen

26:08 – Anwendung auf DOOH und andere Kanäle

28:20 – Lokalisierung und Qualität von IP-Adressen

30:19 – Barrieren für Wachstum

32:53 – Datenschutz und Regulierung

40:39 – Szenario: Was wenn Behavioral Targeting wegfällt?

42:19 – Geeignete Produktkategorien und Anwendungsfälle

44:50 – Die Datalicious-Zeitmaschine: Ausblick 2029

46:22 – Rolle von situativem Targeting 2029

49:27 – Zukunft von Devices und Wearables

52:08 – HbbTV-2.0 und die Grenzen der Technologie

54:06 – Nächste Schritte und internationale Expansion

55:17 – Lieblings-Device und technologische Neutralität

56:36 – Outro